Schützenverein setzt Tradition fort

Die Anfänge des Brücker Schützenvereins reichen mindestens bis in das Jahr 1745 zurück. Schon damals gab es in der kleinen Stadt Brück eine Schützengilde, die die vielfältigsten Aufgaben zu erfüllen hatte. Hauptsächlicher Zweck, verordnet durch ein kurfürstliches sächsisches Mandat vom Jahre 1734, war, dass die „Schützengesellschaft nicht allein dieStädte defendieren, sondern auch benötigten Falls an die Orte, wo sie hinkommandiert werden, marschieren sollen." Unter dem Motto, „Üb Aug' und Hand fürs Vaterland" wurde also der rechte Waffengebrauch exerziert und es wurde auch geschossen.

Die erste allgemein verbindliche Schützenordnung für die Brücker Schützengilde stammt aus dem Jahr 1745. Hierin waren alle Rechte, aber vor allem auch alle Pflichten der Schützen festgeschrieben worden. Die Einhaltung dieser Regularien wurde peinlichst genau beachtet und bei Verstößen Strafgelder zu Gunsten der Schützenkasse vereinnahmt.

Nachdem Brück preußisch geworden war, änderte sich allmählich der Charakter der Schützengilde. Dem entsprechend wurden 1886 neue Statuten beschlossen, die dem historisch traditionellen Wirken des Schützenvereins von diesem Zeitpunkt an das Gepräge gaben.

Als einer der größten und repräsentativsten Vereine der Stadt Brück hatte die Schützengilde bis zum Jahre 1939 in der Kontinuität der städtischen Entwicklungen ihren Bestand. Das vorläufig letzte Schützenfest ist datiert vom August 1939. Ein Jahr später wurde die Brücker Schützengilde zwangsweise aufgelöst.

Eigener Schießstand für Luftdruckwaffen

Seit Anfang September 1991 hat die Stadt Brück im Kreis Potsdam-Mittelmark seinen Schützenverein wieder und das nach rund 52 Jahren. Zu seinem ersten Vorsitzenden nach Neugründung wurde Karl-Ingo Stübing gewählt. Hilfe bei der Neugründung und Antworten auf unsere Fragen zum Schützenwesen gab es von den Schützenschwestern und Schützenbrüdern aus Bad Salzuflen und Neubrück.

Die Kegelbahn im Hotel und Gasthaus „Schützenhaus" wurde zum ersten Domizil des neuen Vereins.

In den vergangenen Jahren hat sich der Schützenverein Brück an dieser traditionellen Stätte einen eigenen Schießstand für Luftdruckwaffen sowie einen attraktiven Vereinsraum in Eigenleistung geschaffen. Am 20. Dezember 1997 gab es eine zünftige Einweihung. Die Klein-,Großkaliber- und Vorderladerschützen müssen leider zum Training und Wettkampf heute noch zu befreundeten Vereinen oder Gilden fahren.

Seit dem fünften Jahr des Bestehens sieht man die Schützen nicht ohne ihre eigene Vereinsfahne.

Fahnenweihe 1996

Der Tradition folgend schmückt unsere Fahne der Leitgedanke der alten Schützengilde:

 “Üb Aug' und Hand fürs Vaterland".

Unsere Fahne wurde 1996 während  unseres Schützen- festes feierlich durch die Fahne unseres befreun- deten Schützenvereins aus Neubrück geweiht

Tradition und Moderne

An Traditionellem aus den Gründerjahren  1745 bis 1751 sind Fotos, Königsscheiben und die Geschichte der Schützengilde überliefert worden.

Dankbar sind wir Schützen der Brücker Familie Zander. Sie übergab uns die wiedergefundenen originalen Schützenketten aus der damaligen Zeit der Gilde.

„Uns geht es vor allem darum, den Gemeinschaftgedanken unter den Brückern zu fördern, das heimatliche Brauchtum zu pflegen, für die Allgemeinheit tätig zu sein, das Interesse am sportlichen Schießen zu wecken und zu fördern", so Rainer Wickidal, langjähriger Vereinsvorsitzender und heutiger Präsident des Brandenburgischen Schützenbundes e.V..

Die erste Frau unter den Vereinsvorsitzenden, Heike Wonneberger, setzt diese Gedanken weiter fort.

 

Die zur Zeit 56 Vereinsmitglieder haben diese Ziele in den vergangenen Jahren bei örtlichen Festen, wie dem Erntefest und dem eigenen Schützenfest, bei schießsportlichen Wettkämpfen bis hin zur erfolgreichen Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, z.B. durch Markus Wickidal, Nico Wiesenburg, Jenny Wonneberger sowie Wilhelmine und Stefanie Feller verwirklicht.

Insbesondere sind auch die Damen mit ihren Erfolgen bei Kreis- und Landesmeisterschaften ein Aushängeschild des Brücker Schützenvereins.

Eine üppig geschwungene Glasschale, auf dessen Rand sich ein Pfau in schillernden Farben niedergelassen hat, lockt seit 1995 jedes Jahr einmal viele aktive Luftpistolen- und Luftgewehrschützen nach Brück. Der Glaspokal, gestiftet von der Firma Glas-Gauruhn, ist längst einer der begehrtesten Pokale geworden. Dieser Pokal zeugt von einem guten Einvernehmen zwischen Gewerbetreibenden, anderen Vereinen und dem Schützenverein des Planestädtchens.

Der schießsportliche Enthusiasmus und die Geselligkeit bestimmen das Vereinsleben und oft auch das Familienleben vielerVereinsmitglieder. Längst hat man im Verein erkannt, wie wichtig eine gute Jugendarbeit ist. Unter fachmännischer Anleitung von Benno Schmidtchen, selbst ein erfolgreicher Schütze, treffen sich die Jugendschützen mindestens einmal wöchentlich zum Training und fahren auch zu Wettkämpfen.

Ein Verein lebt mit und für seine Mitglieder. Ohne Engagement jedes Einzelnen wäre unser Verein nicht so angesehen, weder in Brück, in den umliegenden Gemeinden, noch im Kreis und im Land Brandenburg.

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